{"id":239,"date":"2015-02-23T11:23:43","date_gmt":"2015-02-23T11:23:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stop-fracking-kiel.de\/wordpress\/?p=239"},"modified":"2016-01-02T19:07:55","modified_gmt":"2016-01-02T19:07:55","slug":"online-aktion-des-umweltinstitus-muenchen-gegen-das-pro-fracking-gesetz-mailt-euren-abgeordneten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stop-fracking-kiel.de\/wordpress\/?p=239","title":{"rendered":"Online-Aktion des Umweltinstituts M\u00fcnchen gegen das Pro-Fracking-Gesetz &#8211; Mailt euren Abgeordneten!"},"content":{"rendered":"<div class=\"zeile\">\n<div class=\"zweispalter6531\">\n<div class=\"spalte65\">\n<div class=\"themaInhalt\">\n<p class=\"bodytext\">Nach der\u00a0 m\u00fcndlichen Anh\u00f6rung zu den neuen Fracking-Regelungen machte der Pressesprecher des Umweltinstituts M\u00fcnchen, Fabian Holzheid, den Standpunkt des Umweltinstituts deutlich:<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Das vorliegende Gesetzespaket erm\u00f6glicht Fracking in allen Tiefen, in allen Gesteinsformationen und in bzw. unter nahezu allen Gebieten Deutschlands \u2013 einschlie\u00dflich Flora-Fauna-Habitaten und EU-Vogelschutzgebieten.<\/b> Zudem sehen die Entw\u00fcrfe l\u00e4cherlich kleine Mindestabst\u00e4nde zur Wohnbebauung vor und fallen damit sogar hinter die Standards der USA zur\u00fcck. Ein Schlupfloch in den Verordnungen zur Entsorgung der giftigen Chemikalien erm\u00f6glicht es der Industrie, den L\u00f6wenanteil dieser giftigen Br\u00fche zusammen mit dem ohnehin hoch belasteten Lagerst\u00e4ttenwasser zur\u00fcck ins Erdreich zu verpressen, ohne es ordnungsgem\u00e4\u00df zu entsorgen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><!--more--><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zahlreiche Umweltverb\u00e4nde und B\u00fcrgerinitiativen kritisierten das Gesetz ebenso, vom Deutschen Naturschutzring \u00fcber den BUND bis hin zur Deutschen Umwelthilfe. Auch die drei anwesenden B\u00fcrgerinitiativen gegen Fracking lieferten fachlich fundierten Input und zahlreiche Argumente f\u00fcr ein Fracking-Verbot.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"themaInhalt\"><strong>Keiner braucht Fracking \u2013 bis auf die Industrie<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Den Vertretern der Energiewirtschaft hingegen sind die Entw\u00fcrfe noch viel zu streng: Sie w\u00fcrden gerne wie gewohnt jederzeit und \u00fcberall bohren, ohne sich mit l\u00e4stigen Umweltauflagen herumschlagen zu m\u00fcssen. Um diese Haltung zu legitimieren, f\u00fchrten mehr oder weniger alle Industrievertreter die gleichen, falschen Argumente ins Feld: Die heimischen Erdgasreserven seien wichtig f\u00fcr die Versorgungssicherheit und niedrige Energiepreise, es st\u00fcnden tausende Arbeitspl\u00e4tze auf dem Spiel und gefrackt werde ohnehin ja schon seit Jahrzehnten, und das ohne ganz ohne Zwischenf\u00e4lle.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Bundesregierung hat indes selbst schon herausgefunden, dass Fracking keinen nennenswerten Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten kann, das l\u00e4sst sich sogar hochoffiziell <a class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.bmub.bund.de\/service\/buergerforum\/haeufige-fragen-faq\/faq-fracking\/\" target=\"_blank\">auf der Homepage des Bundesumweltministeriums<\/a> nachlesen. Auch ein preissenkender Effekt ist nicht zu erwarten \u2013 dies belegt eine im November erschienene <a class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/fracking-zur-schiefergasfoerderung\" target=\"_blank\">Studie des Umweltbundesamtes<\/a>. In der erdgasf\u00f6rdernden Industrie sind deutschlandweit etwa 10.000 Menschen besch\u00e4ftigt. Diese Zahl mag zun\u00e4chst hoch erscheinen. Betrachtet man aber die \u00fcber 370.000 Jobs, die in der Branche der erneuerbaren Energien bereits geschaffen wurden, so relativiert sich auch dieses Argument schnell. Zudem w\u00fcrden nur wegen eines Fracking-Verbots nicht gleich alle Arbeitspl\u00e4tze in der erdgasf\u00f6rdernden Industrie verlorengehen. <b>Hier wird mit dem Gespenst des Jobverlustes Politik zugunsten der F\u00f6rderung fossiler Brennstoffe gemacht \u2013 eine der Paradedisziplinen der Energiewirtschaft.<\/b> Auch das Argument der langj\u00e4hrigen Fracking-Erfahrung l\u00f6st sich bei n\u00e4herer Betrachtung sofort in Luft auf: Zun\u00e4chst wurde nur im dichten Sandstein gefrackt, die hier gewonnen Erfahrungen sind nicht auf andere Gesteinsformen \u00fcbertragbar. Zudem fand kein systematisches Monitoring der T\u00e4tigkeiten statt. Die Aussage, es h\u00e4tte keine Zwischenf\u00e4lle gegeben ist aus der Luft gegriffen und kann nicht durch Daten belegt werden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"themaInhalt\"><strong>Breiter Widerstand auch von Seiten der Wasserwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gl\u00fccklicherweise stehen die Umweltverb\u00e4nde und B\u00fcrgerinitiativen in ihrer Ablehnung des Gesetzes nicht alleine: Eine breite Front von Verb\u00e4nden aus der Wasserwirtschaft, der Lebensmittelindustrie und sogar Kommunen und Kirchen lehnen Fracking ab und kritisieren das Gesetz als unzureichend: Der Verband der Mineralbrunnen, die Allianz der \u00f6ffentlichen Wasserwirtschaft, die evangelische Kirche oder der Deutsche Brauerbund: Die Zusammensetzung der Fracking-Gegner ist vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"themaInhalt\"><strong>Ein Ausblick<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es ist gut, dass im Rahmen der Verb\u00e4ndeanh\u00f6rung Kritik h\u00f6rbar wurde. Doch es ist kaum anzunehmen, dass die Bundesregierung den Gesetzesentwurf freiwillig in ein Fracking-Verbot umwandeln wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Daher haben wir nur eine Chance: Wir m\u00fcssen den Druck erh\u00f6hen. Wenn das Gesetz zum zweiten Mal am Widerstand der Abgeordneten im Parlament scheitert, dann haben wir eine Chance, dass der n\u00e4chste Anlauf in ein Verbot m\u00fcndet. Im M\u00e4rz wird es aller Voraussicht nach einen Kabinettsbeschluss zum Gesetz geben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Nehmt deshalb jetzt an der Online-Aktion des Umweltinstitutes teil und schreibt die Abgeordneten eures Wahlkreises an!<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Link zur Online-Aktion:<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"https:\/\/www.umweltinstitut.org\/mitmach-aktionen\/wahlkreisaktion-fracking.html\" target=\"_blank\">https:\/\/www.umweltinstitut.org\/mitmach-aktionen\/wahlkreisaktion-fracking.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der\u00a0 m\u00fcndlichen Anh\u00f6rung zu den neuen Fracking-Regelungen machte der Pressesprecher des Umweltinstituts M\u00fcnchen, Fabian Holzheid, den Standpunkt des Umweltinstituts deutlich: Das vorliegende Gesetzespaket erm\u00f6glicht Fracking in allen Tiefen, in allen Gesteinsformationen und in bzw. unter nahezu allen Gebieten Deutschlands \u2013 einschlie\u00dflich Flora-Fauna-Habitaten und EU-Vogelschutzgebieten. 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