{"id":543,"date":"2019-07-01T20:03:46","date_gmt":"2019-07-01T20:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stop-fracking-kiel.de\/wordpress\/?p=543"},"modified":"2019-07-01T20:28:39","modified_gmt":"2019-07-01T20:28:39","slug":"landesregierung-laesst-volksinitiative-gegen-fracking-platzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stop-fracking-kiel.de\/wordpress\/?p=543","title":{"rendered":"Landesregierung l\u00e4sst Volksinitiative gegen Fracking platzen"},"content":{"rendered":"<p>Die schleswig-holsteinische Landesregierung von CDU, FDP und Gr\u00fcnen hat jetzt die Volksinitiative zum Schutz des Wassers platzen lassen und die gesetzliche Umsetzung aller Forderungen verweigert. Nach der grunds\u00e4tzlichen Weigerung ein Fracking-Verbot in das Wasserrecht des Landes aufzunehmen, wurden nun auch die anderen konkreten Vorschl\u00e4ge zu \u00c4nderungen im Wassergesetz, bez\u00fcglich der demokratischen Rechte der Kommunen und die Informationspflicht bez\u00fcglich der Methoden bei der \u00d6lf\u00f6rderung und Schadstoffverwendung durch Betriebe und Konzerne verweigert. Damit hat die Landesregierung uns den Kampf angesagt und es bleibt nur noch die M\u00f6glichkeit eines Volksentscheids.<\/p>\n<p><b>Zur Beratung \u00fcber das weitere Vorgehen sind alle Initiativen, Unterst\u00fctzerInnen und Aktivisten eingeladen zu einem gemeinsamen Treffen am<\/b><b><br \/>\n<\/b><b>Freitag, 5. Juli, um 20 Uhr in die Galerie der PUMPE, Ha\u00dfstr. 22, Kiel<\/b><b><br \/>\n<\/b><br \/>\n<em>Bitte unterst\u00fctzt uns, auch wenn es ein harter Weg wird. Die Fracking-Freigabe auf Bundesebene kann nur noch \u00fcber das Landeswasserrecht gestoppt werden.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anbei die Pressemitteilung von Reinhard Knof von der Initiative Kein CO2-Endlager und Patrick Breyer von den Piraten dazu.<\/p>\n<h5>Pressemitteilung\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kiel, den 20.06.2019<\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Volksbegehren f\u00fcr Wasserschutz und Unternehmenstransparenz kommt<\/strong><\/p>\n<p>Gestern hat die Kieler Regierungskoalition den mit der Volksinitiative zum Schutz des Wassers abgestimmten Gesetzentwurf zur \u00c4nderung des Informationszugangsgesetzes ohne R\u00fccksprache mit den Vertrauenspersonen \u00fcberraschend durch eine wert- und bedeutungslose Placebo-Gesetzes\u00e4nderung ersetzt.<\/p>\n<p>\u201e<em>Eine Volksinitiative mit mehr als 42.000 Unterschriften soll schlicht ignoriert werden<\/em>\u201c, verurteilt Dr. Reinhard Knof (B\u00fcrgerinitiative gegen CO2-Endlager und Vertrauensperson der Volksinitiative) den Schritt. \u201e<em>Damit haben sich die Kr\u00e4fte durchgesetzt, die gegen mehr Transparenz, beispielsweise in F\u00e4llen von Korruption, sind. Die Weigerung, Beh\u00f6rden bei \u00fcberwiegendem \u00f6ffentlichen Interesse und nach Anh\u00f6rung der Betroffenen eine Ver\u00f6ffentlichung von Informationen zu erlauben, stellt einen neuen Tiefpunkt antidemokratischen Verhaltens der Landtagsmehrheit dar. Mit dieser Entscheidung hat der Landtag den Weg zu einem Volksbegehren zur Erreichung der Ziele der Volksinitiative zum Schutz des Wassers vorgegeben.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Demn\u00e4chst wird die Sammlung von 80.000 erforderlichen Unterschriften f\u00fcr einen Volksentscheid beginnen. Dies w\u00e4re seit 10 Jahren der erste Volksentscheid in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>Im Bereich Unternehmenstransparenz will das Volksbegehren Schleswig-Holsteins Kommunen und Beh\u00f6rden zuk\u00fcnftig rechtssicher erlauben, im \u00fcberwiegenden \u00f6ffentlichen Interesse auch ohne konkrete Anfrage Informationen beispielsweise der folgenden Art weiterzugeben oder zu ver\u00f6ffentlichen, die bisher als \u201eGesch\u00e4ftsgeheimnisse\u201c geheim gehalten werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Beantragte \u00d6lbohrungen einschlie\u00dflich des betroffenen Gebiets und des beabsichtigten Einsatzes der Fracking-Methode<\/li>\n<li>Meldung gelagerter bzw. gef\u00f6rderter Gefahrenstoffe an Kommunen, Rettungsdienste, Krankenh\u00e4user und Feuerwehren zur Vorbereitung auf Katastrophenf\u00e4lle<\/li>\n<li>Ver\u00f6ffentlichung mutma\u00dflicher Korruptionsf\u00e4lle bei Baugenehmigungen, Grundst\u00fccksverk\u00e4ufen oder Auftragsvergaben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Bereich Wasserschutz will das Volksbegehren erreichen:<\/p>\n<ul>\n<li>besserer Schutz vor Verpressung wassergef\u00e4hrdenden Flowbacks bei \u00d6lbohrungen<\/li>\n<li>Zust\u00e4ndigkeit unserer Kreise f\u00fcr den Schutz des Wassers bei Bohrungen (bisher: nieders\u00e4chsisches Bergamt)<\/li>\n<li>sofortiger Bohrstopp bei unerwartetem Wasserfund<\/li>\n<li>Haftung von \u00d6lkonzernen f\u00fcr Sch\u00e4den<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Koalition ist in diesen Punkten \u00fcber Versprechungen bisher nicht hinaus gekommen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber 42.000 Unterschriften sammelte die Volksinitiative zum Schutz des Wassers bereits, die u.a. von BUND, attac, der B\u00fcrgerinitiative gegen CO2-Endlager und der Piratenpartei Schleswig-Holstein getragen wird. F\u00fcr einen Volksentscheid m\u00fcssen innerhalb von sechs Monaten erneut 80.000 Unterschriften gesammelt werden. Der Landtagspr\u00e4sident legt fest, wann die Sammlung innerhalb der n\u00e4chsten 4-8 Wochen beginnt.<\/p>\n<p>Im Herbst entscheidet das Landesverfassungsgericht \u00fcber die weitere Forderung der Volksinitiative, Fracking landesweit zu verbieten.<\/p>\n<p>In Schleswig-Holstein hat es schon 98 bekannt gewordene Schadensf\u00e4lle durch die Erd\u00f6lf\u00f6rderung gegeben, bei denen Boden, Wasser und Umwelt gesch\u00e4digt wurden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:\u00a0Flyer der Volksinitiative<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vi-wasser.de\/files\/Flyer_VI_Wasser.pdf\">http:\/\/vi-wasser.de\/files\/Flyer_VI_Wasser.pdf<\/a><\/p>\n<p>Die Volksinitiative im Wortlaut<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vi-wasser.de\/files\/Volksinitiative%20Wassergesetz%20SH.pdf\">http:\/\/vi-wasser.de\/files\/Volksinitiative%20Wassergesetz%20SH.pdf<\/a><\/p>\n<p>Stellungnahme zu den Gegenargumenten der Landesregierung:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.landtag.ltsh.de\/infothek\/wahl19\/umdrucke\/02100\/umdruck-19-02148.pdf\">http:\/\/www.landtag.ltsh.de\/infothek\/wahl19\/umdrucke\/02100\/umdruck-19-02148.pdf<\/a><\/p>\n<p>Ansprechpartner f\u00fcr Presseanfragen:<\/p>\n<p>Dr. Reinhard Knof (0162-1389223),\u00a0Dr. Patrick Breyer (0163-2668932)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die schleswig-holsteinische Landesregierung von CDU, FDP und Gr\u00fcnen hat jetzt die Volksinitiative zum Schutz des Wassers platzen lassen und die gesetzliche Umsetzung aller Forderungen verweigert. 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